Aquantico APEX MCP Server

Architekturdiagramm: Ein KI-System mit LLM und MCP-Client greift über den Aquantico MCP-Server auf ORDS-Definitionen und PL/SQL-Funktionen in der Oracle-Datenbank zu

KI-Systeme sind erst dann wirklich nützlich, wenn sie mit Ihren echten Daten arbeiten dürfen. Genau an dieser Stelle wird es aber heikel: Eine KI, die direkten Datenbankzugriff bekommt, kann prinzipiell alles lesen und ändern, wozu die Verbindung berechtigt ist. Der Aquantico APEX MCP Server löst das anders herum – er öffnet nicht die Datenbank, sondern genau die Funktionen, die Sie freigeben.

Was der MCP-Server macht

Der Server stellt Ihre Oracle-APEX-Anwendung über das Model Context Protocol (MCP) bereit – einen offenen Standard, über den KI-Systeme externe Werkzeuge ansprechen. Damit kann ein KI-System wie Claude, ChatGPT oder OpenWebUI kontrolliert auf Funktionen Ihrer Anwendung zugreifen: Daten abfragen, Vorgänge anlegen, Abläufe anstoßen – immer nur im Rahmen dessen, was Sie vorher definiert haben.

Der Ablauf im Architekturbild oben: Das KI-System spricht über seinen MCP-Client den Aquantico MCP-Server an, der als Container läuft. Dieser ruft ausschließlich die in der Datenbank hinterlegten, per ORDS veröffentlichten PL/SQL-Funktionen auf. Die Anwendungslogik bleibt damit dort, wo sie hingehört – in Ihrer Datenbank.

Der Unterschied zum Oracle-MCP-Server

Oracle liefert mit SQLcl ebenfalls einen MCP-Server. Der verfolgt allerdings einen grundlegend anderen Ansatz:

Oracle MCP-Server (SQLcl)Aquantico APEX MCP Server
Was die KI aufrufen kannselbst formuliertes SQL und PL/SQLausschließlich definierte Funktionen
Umfang des Zugriffsalles, wozu die Verbindung berechtigt istgenau das freigegebene Repertoire
KonfigurationDatenbank-BerechtigungenAPEX-Oberfläche, pro Funktion
Typischer EinsatzEntwicklung, Datenbank-Administrationproduktive Anwendung, Fachanwender

Für Entwicklung und Administration ist freier SQL-Zugriff durchaus sinnvoll. Sobald eine externe KI aber an einer produktiven Anwendung arbeiten soll, ist er das falsche Werkzeug: Was die KI genau tut, lässt sich dann kaum noch vorhersagen oder eingrenzen. Der Aquantico-Ansatz dreht das um – die KI bekommt keinen Datenbankzugang, sondern einen klar umrissenen Satz an Werkzeugen.

Konfiguration in der APEX-Oberfläche

APEX-Oberfläche: Modul-Definition unter RESTful Data Services mit Basis-Pfad /mcp/ und den Resource Templates GetCustomers, getOrders, getProduct und getProductCategories samt beschreibenden Kommentaren

Die verfügbaren Funktionen werden dort gepflegt, wo Ihre APEX-Entwickler ohnehin arbeiten: unter RESTful Data Services in der APEX-Oberfläche. Ein Modul bündelt die Funktionen einer Anwendung, jede Ressource darin wird zu einem Werkzeug, das die KI aufrufen kann.

Wichtig ist dabei das Kommentarfeld: Was dort steht, ist die Beschreibung, anhand derer die KI entscheidet, wann sie eine Funktion einsetzt und wie sie das Ergebnis liest. Im Beispiel oben etwa „Gibt die Produkt-Kategorien zurück. Um Artikel zu …". Die Qualität dieser Beschreibungen bestimmt maßgeblich, wie gut die KI mit Ihrer Anwendung zurechtkommt – deshalb ist das Formulieren dieser Beschreibungen fester Bestandteil unserer Schulung.

Was das in der Praxis bedeutet:

Wofür sich das eignet

Wo Sie den MCP-Server kennenlernen

Der Aquantico APEX MCP Server ist Teil des vierten Tages der Schulung Oracle APEX und KI. Dort richten Sie ihn selbst ein, definieren eigene Funktionen und binden ein externes KI-System an. Teilnehmer dürfen ihn anschließend im eigenen Haus für ein Projekt kostenfrei weiterverwenden.

Wenn Sie ihn direkt in einer bestehenden Anwendung einsetzen wollen, unterstützen wir Sie im Rahmen unseres Oracle APEX Consulting bei Einrichtung, Funktionsschnitt und Absicherung.


Ihr nächster Schritt

Sie haben eine APEX-Anwendung, die für KI-Systeme zugänglich werden soll – ohne die Datenbank preiszugeben? Wir schauen uns gemeinsam an, welche Funktionen dafür sinnvoll sind.

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Häufige Fragen zum Aquantico APEX MCP Server

Was ist der Unterschied zum Oracle-MCP-Server in SQLcl? Der Oracle-MCP-Server (SQLcl) gibt einer KI im Kern eine Datenbankverbindung: Sie kann SQL und PL/SQL selbst formulieren und ausführen. Der Aquantico APEX MCP Server tut das bewusst nicht. Die KI sieht ausschließlich die Funktionen, die Sie vorher freigegeben haben, und kann nichts anderes aufrufen.

Kann die externe KI beliebiges SQL auf unserer Datenbank ausführen? Nein. Freies SQL oder PL/SQL ist nicht vorgesehen. Die KI kann nur die in der APEX-Oberfläche definierten Funktionen mit den dort festgelegten Parametern aufrufen – alles andere existiert für sie schlicht nicht.

Welche KI-Systeme lassen sich anbinden? Alle Systeme, die das Model Context Protocol (MCP) unterstützen – zum Beispiel Claude, ChatGPT oder OpenWebUI. Da MCP ein offener Standard ist, kommen laufend weitere hinzu.

Wie werden die freigegebenen Funktionen definiert? Direkt in der APEX-Oberfläche unter RESTful Data Services. Jede Ressource wird zu einer Funktion, die die KI aufrufen kann; der hinterlegte Kommentar beschreibt der KI, wozu die Funktion dient und was sie zurückgibt. Es ist keine separate Entwicklungsumgebung nötig.

Bekommen wir den MCP-Server im Rahmen der Schulung? Ja. Teilnehmer der Schulung Oracle APEX und KI erhalten den Aquantico APEX MCP Server als Bonus und dürfen ihn im eigenen Haus für ein Projekt kostenfrei weiterverwenden.

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